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ARR® Zentrum für
Anatomisch Richtiges Reiten

Rittorpweg 57
47574 Goch
Deutschland
 
Telefon: +49 (0) 2823 97555 09
Fax: +49 (0) 2823 97555 10
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Urheberrecht

Aus aktuellem Anlass weisen wir nochmal eindringlich darauf hin, dass der Begriff «Schiefen-Therapie®» urheberrechtlich geschützt ist. Die Verwendung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Zentrums für ARR gestattet. Jede Zuwiderhandlung kann rechtliche Konsequenzen haben.

 

ARR in der Reiter Revue

Unter dem Schlagwort «Die natürliche Schiefe sinnvoll abtrainieren» widmet diese Ausgabe der ReiterRevue der Arbeit des Zentrums für ARR spannende 6 Seiten!

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Info-Flyer

Der Flyer mit vielen Informationen rund um das Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR.

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ARR IN DER DÄNISCHEN ZEITSCHRIFT RIDEHESTEN

Das renommierte dänische Pferdemagazin Ridehesten hat einen großen Artikel über die Trainingsmethode von ARR und das Aufbautraining des dänischen Warmblut-Hengstes White Talisman publiziert.

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ANATÓMIAILAG HELYES LOVAGLÁS

Hier der vierte Teil der Artikelserie über ARR im ungarischen Reitsportmagazin LOVAS ELET!

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Presse

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Checken Sie die Balance Ihres Pferdes

Bericht in «Cavallo» 01-2011


Ist Ihr Pferd im Gleichgewicht?

Geht die Ausbildung schief, wird das Pferd nicht gerade und kann seinen Reiter nicht gesund tragen. An diesem einfach klingenden, aber hochkomplexen Zusammenhang arbeiten der Ausbilder Klaus Schöneich und seine Frau Gabriele Rachen-Schöneich seit über 25 Jahren. Zusammen mit dem Experten-Team des Zentrums für Anatomisch Richtiges Reiten (ARR) haben sie bisher etwa 5000 Remonten und Reitpferde mit Problemen in die Spur gebracht. Wer dieses Wissen auch seinem Pferd zugutekommen lassen wollte, musste bisher entweder zu den Schöneichs nach Bedburg-Hau (Nordrhein-Westfalen) kommen oder einen der Kurse besuchen, die regelmäßig in Deutschland und im europäischen Ausland stattfinden.

Die Grundlagen der Schiefen-Therapie

Mit der Schiefen-Therapie lernt das Pferd, sich balanciert und locker auf dem Kreis zu bewegen. Das ist die Basis für alle weiteren Ausbildungsschritte, egal in welcher Disziplin.

Der Kern der Schiefen-Therapie, die Klaus Schöneich entwickelte, ist das Geraderichten. «Viele Trainer und Pferdefachleute verkennen, welche massiven Probleme schiefe, unausbalancierte Pferde unter dem Sattel bekommen», sagt der Ausbilder. Die vielen kranken oder unreitbaren Tiere im Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten (ARR) und bei Schöneichs Kursen sprechen eine deutliche Sprache. Hier werden sie - ebenso wie ungerittene Jungpferde - in nur acht Wochen zu gesunden und zufriedenen Reitpferden. Der Clou: Die ARR-Ausbilder bereiten die Pferde auf ihren Job unter dem Sattel durch Geraderichten an der Longe vor, bevor ein Reiter aufsteigt.

Vor dem Kurvenreiten steht die Balance

«Pferde sind nicht dafür gebaut, enge Kurven zu laufen und dabei auch noch ein Gewicht auf dem Rücken zu tragen», erklärt Schöneich die Grundlage der Schiefen-Therapie. Das hat anatomische Gründe. In ihrem natürlichen Lebensraum laufen Pferde überwiegend langsam geradeaus. Da schadet ihnen die angeborene Schiefe nicht. Doch beim Reiten auf gebogenen Linien be- und überlastet ein schiefes Pferd seinen Körper einseitig (siehe Grafik unten). Widersetzlichkeit, Verspannungen und zuletzt Schäden an Sehnen und Gelenken sind Folgen. «Wir müssen deshalb dem Pferd erst einmal ohne störendes Reitergewicht beibringen, wie es eine Kreislinie gesund bewältigt», sagt Schöneich. An der Longe im 12-Meter-Rundpaddock, gezäumt mit einem speziellen Kappzaum, lernt das Pferd, sich auf dem Kreis zu biegen. Sein Körper richtet sich auf, der Trapezmuskel hebt die Schultern an - und das Pferd entwickelt Takt, Schwung und Losgelassenheit, ohne die es den Reiter nicht schadlos tragen kann. Die vom Ehepaar Schöneich entwickelte Methode wurde lange belächelt, ist inzwischen aber weithin akzeptiert und hat auch schon Nachahmer gefunden. Doch Schöneich und sein Team beschränken sich nicht aufs Longieren. Jedes Pferd wird von Kopf bis Huf durchgecheckt, und auch der Sattel wird kontrolliert. Ist die Basis an der Longe gelegt, überträgt ein Bereiter das Prinzip in den Sattel.

Keine Methode für Do-it-yourself

Da es nutzlos wäre, Pferde zu behandeln, wenn die Reiter danach ihre alten Fehler wiederholen, werden die Besitzer nach der ersten Korrekturphase eng in die Therapie eingebunden und erhalten Longier- und Reitunterricht. «Viele müssen ebenso umprogrammiert werden wie ihre Pferde», sagt Klaus Schön- eich. Das ist nicht leicht. Deshalb kann auch niemand die Methode auf eigene Faust, allein durch Videos oder aus den von Schöneich verfassten Büchern erlernen. «Sie müssen Ihr Auge und Gefühl ganz neu schulen. Das geht nur mit praktischer Anleitung vor Ort, nicht im Do-it-yourself-Verfahren», stellt der Ausbilder klar.

Problempferd: Der Fall Danny Deluxe

Danny Deluxe hatte Rückenschmerzen und Sehnenprobleme. Bisher fand kein Trainer eine Lösung. Jetzt gehts im ARR rund.

Danny Deluxe sollte Dressur-Star werden. Doch der gut gebaute Fuchs mit der Top-Abstammung (Vater Donnerhall, Muttervater Weltmeyer) war etwas zu klein fürs ganz große Viereck. «Mit fünf Jahren wurde er an einen Händler verkauft», erzählt seine Besitzerin. Damit begann ein langer Leidensweg, geprägt von Überforderung und falschem Training.

Sechsjährig galt Danny als unreitbar, wurde wieder aufgebaut und ist seit fünf Jahren Familienpferd für zwei erwachsene Einsteiger und ihre heute 16-jährige Tochter. Die Familie kämpft seitdem mit Gesundheits- und Rittigkeitsproblemen, die trotz diverser hinzugezogener Fachleute nicht behoben werden konnten.

Danny Deluxe bezieht seine Box im ARR Anfang November 2010. Die erste Bestandsaufnahme ergibt, dass die gesamte Oberlinie und vor allem der Trapezmuskel am Widerrist dramatisch unterentwickelt sind. In den ersten zwei Wochen wird der Wallach deshalb am Kappzaum longiert. Parallel prüft ein Hufschmied den Beschlag und verändert ihn. Die Longenarbeit und die neuen Eisen lassen den Fuchs nach zwei Wochen wie befreit laufen. Er hat im Roundpen seine Balance gefunden und gelernt, gebogen eine Kreislinie zu bewältigen, ohne dabei mit der Hinterhand auszuscheren.

In den folgenden zwei Wochen festigt das ARR-Team die Longenarbeit und beginnt, den Fuchs zu reiten. Als die Besitzer das Tier Ende November besuchen, zeigt Danny Deluxe Takt, Schwung und Losgelassenheit - an der Longe und unter dem Reiter. In wenigen Wochen lernte er, was ihm zuvor jahrelang fehlte.

 

Cavallo-Artikel 01-2011


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